Am Dreikönigstag 1956 kamen die Zunftmeister der Narrenzünfte Ostrach, Herbertingen und Altshausen im Gasthaus "Drei König" in Saulgau zusammen. Grund des Treffens war der Zusammenschluss der Zünfte zu einer Narrenbruderschaft. Die drei jungen kleinen Zünfte hatten es schwer, neben den etablierten, die sich in der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte zusammengeschlossen hatten, zu bestehen. Also entschloss man sich, gemeinsam etwas zu unternehmen. An diesem denkwürdigen Tag unterzeichneten die Zunftoberen die Gründungsurkunde der OHA, in der sie verschiedene Verpflichtungen eingingen.
Das erste OHA-Treffen fand 1956 in Ostrach statt. In den ersten Jahren gab es keinen einheitlichen Termin. Seit den 70er Jahren aber findet das OHA-Treffen immer am Sonntag vor der Hauptfasnet statt.

Nach einigem Zögern wurde 1968 die Bräutelzunft Scheer in die OHA aufgenommen. Grund war aller Wahrscheinlichkeit nach, dass bei dem neu von den OHA- und den Gabel-Zünften zu gründenden Ring, der Vereinigung freier oberschwäbischer Narrenzünfte, die OHA gegenüber der Gabel eine kleinere Gruppe bildete. Bei der Aufnahme der Scheer'mer Narren war das Gleichgewicht zwischen OHA und Gabel hergestellt. Es sollte sich bald heraus stellen, dass man mit der Bräutelzunft Scheer gern gesehene närrische Mitstreiter gefunden hatte, die die OHA zweifelsohne bereichert haben.

Das "OHA-Jahr" beginnt immer am Dreikönigstag eines jeden Jahres. Die gastgebende Zunft lädt die anderen OHA-Zünfte zum traditionellen Dreikönigstreffen ein. Hier wird kontrolliert, ob die Vorbereitungen für den Höhepunkt des Jahres, das OHA-Treffen, zufriedenstellend vorangeschritten sind. Außerdem wird das Dreikönigswasser eingenommen. Allerlei wissenswerte Dinge werden beim Dreikönigstreffen von den Zunftmeistern ans Tageslicht gebracht.

Das OHA-Treffen selbst beginnt am Sonntag Morgen mit einem Zunftmeisterempfang. Diese Zunftmeisterempfänge sind berühmt und berüchtigt. In der oberschwäbischen Fasnetslandschaft sind sie nach Aussage vieler der Höhepunkt schlechthin. Es wird über Politiker und Zunftmeisterkollegen hergezogen, sodass kein Auge dabei trocken bleibt.

Am Nachmittag findet der große Narrensprung durch die jeweilige Narrenmetropole statt. Nach dem Umzug wird den Narren und Gästen meist die Möglichkeit gegeben, noch einige fröhliche Stunden in der OHA-Stadt zu verbringen.

Seit einigen Jahren endet das OHA-Jahr im Sommer. Die Verantwortlichen jeder Zunft werden von der Gastgeberzunft zum sogenannten OHA-Grillfest eingeladen. Die schönen Stunden, die beim OHA-Treffen erlebt wurden, lässt man dort gerne noch einmal Revue passieren.